Arbeiten im Rentenalter – Das müssen Sie beachten"

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Arbeiten im Rentenalter – Das müssen Sie beachten

Arbeiten im Rentenalter – Das müssen Sie beachten

Arbeiten im Rentenalter – Das müssen Sie beachten

Auch nach dem Renteneintritt hat jeder Mensch die Möglichkeit, weiterhin einen Job auszuüben. Immer mehr Rentner, die von ihrer Pension allein nicht leben können, nehmen diese Option wahr, um sich nebenher etwas dazuzuverdienen. Allerdings müssen sie im Hinblick auf ihren Verdienst und verschiedene Freibeträge einiges beachten.

 

Das dürfen Sie während der Rente verdienen

 

Grundsätzlich dürfen Sie als Rentner neben Ihrer regulären Altersrente so viel verdienen, wie Sie möchten, ohne befürchten zu müssen, dass Ihnen die Rente gekürzt wird – vorausgesetzt Sie haben die reguläre Altersgrenze erreicht. In diesem Fall müssen Sie Ihre Beschäftigung dann auch nicht bei Ihrem Rentenversicherungsträger angeben.

Anders verhält sich diese Tatsache, soweit Sie Altersfrührentner sind – wenn Sie also eine Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze beziehen. In diesem Fall gilt eine Hinzuverdienstgrenze von 450 Euro, die Sie nicht überschreiten dürfen, andernfalls müssen Sie mit Kürzungen Ihrer Altersrente rechnen bzw. sie entfällt schlimmstenfalls sogar komplett. Erlaubt ist ein monatlicher Hinzuverdienst von 450 Euro, wobei zweimal pro Jahr sogar das Doppelte – also 900 Euro – eingenommen werden dürfen, wenn man beispielsweise Urlaubs- oder Weihnachtsgeld erhält.

 

Verdienstgrenzen für die Steuerpflicht

 

Unabhängig vom Lebensalter gilt für alle Rentner (auch über 65 Jahre), dass alle Einnahmen über 450 Euro pro Monat versteuert werden müssen. Bleibt Ihr monatlicher Hinzuverdienst neben der Rente mit den diversen Freibeträgen, Pauschalen und abziehbaren Kosten allerdings unter dem gesetzlich feststeuerlichen Grundfreibetrag – bzw. dem sogenannten Altersentlastungsbetrag -, dann bleiben Ihnen Steuerabgaben erspart. Der Grundfreibetrag für ledige Rentner liegt im Jahr 2016 bei 8.652 Euro und bei 17.304 Euro für Verheiratete und eingetragene Lebenspartnerschaften.

Liegen Ihre Einnahmen über diesem Freibetrag, müssen Sie wie gewohnt die jährliche Steuererklärung beim Finanzamt abgeben. Aber auch in diesem Fall müssen Sie nicht verzagen, denn mittlerweile gibt es zahlreiche, bedienfreundliche Computer-Programme – wie beispielsweises dieses hier – mit denen auch wenig computeraffine Senioren ihre Steuererklärung schnell und einfach erledigen können und mit denen sie sich das Geld für einen teuren Steuerberater sparen.

 

Diese Sozialabgaben müssen Sie bei höherem Einkommen einkalkulieren

 

Sobald Sie als arbeitender Rentner die Regelaltersgrenze erreicht haben und Sie mehr als 450 Euro pro Monat verdienen, dann werden Sie im Grunde wie ein geringfügig Beschäftigter bzw. wie ein Minijobber behandelt. Das bedeutet auch, dass Sie der Versicherungspflicht der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung unterliegen. Allerdings gilt in diesem Fall für Sie lediglich der ermäßigte Beitragssatz von 14,6 Prozent, da Sie als Bezieher der Altersvollrente keinen Anspruch auf Krankengeld haben. Sie als Rentenempfänger kommen für 7,3 Prozent auf, während der zu zahlende Anteil Ihres Arbeitgebers ebenfalls 7,3 Prozent Ihres Beitragssatzes übernimmt. Darüber hinaus sind Sie als Rentner natürlich von der gesetzlichen Arbeitslosen- und Rentenversicherung befreit.

 

Muss ich in Rente gehen oder kann ich auch normal weiterarbeiten?

 

Haben Sie Ihr reguläres Rentenalter erreicht, sind Sie selbstverständlich nicht dazu verpflichtet, Ihr bestehendes Arbeitsverhältnis prompt aufzugeben. In der Regel endet Ihr Arbeitsverhältnis außerdem nicht automatisch, wenn Sie Ihr reguläres Rentenalter erreichen, sondern nur dann, wenn Ihr Arbeitsvertrag entsprechend befristet ist. Sie haben also die Möglichkeit, vorläufig auf Ihre Altersrente zu verzichten und bei Ihrem bestehenden Unternehmen weiterzuarbeiten. Sollten Sie diese Option wahrnehmen, steigt Ihr Rentenanspruch mit jedem Monat, den Sie später in Rente gehen, um 0,5 Prozent. Allerdings sind Sie auch in diesem Fall nach wie vor wie gewohnt zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet.

 

Bild: © racorn / Shutterstock

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