Kaffeefahrten - lohnt es sich? Welche Gefahren lauern?"

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Daniela Kunath ist freie Journalistin.

Kaffeefahrten - lohnt es sich? Welche Gefahren lauern?

Kaffeefahrten - lohnt es sich? Welche Gefahren lauern?

 

Kaffeefahrten - kein pures Vergnügen

 

Ältere Menschen unternehmen gern Tagesreisen - am liebsten in Gesellschaft, und noch lieber, wenn es sich um ein preiswertes Vergnügen handelt. Genau dieses Bedürfnis bedienen Kaffeefahrten. Mit extrem günstigen Bus-Tickets geht es an attraktive Zielorte und zu bekannten Sehenswürdigkeiten - Essen, Kaffee oder kleine Geschenke inklusive. Das ist ein perfekter Tag für die Interessenten. Die obligatorische Verkaufsveranstaltung auf der Fahrt wird billigend in Kauf genommen. Schließlich ist ja keiner gezwungen, irgendein Produkt auf der Reise zu erwerben.

Trotzdem warnen Verbraucherverbände vor der Teilnahme an Kaffeefahrten. Denn die geweckten Erwartungen und das reale Geschehen klaffen oft meilenweit auseinander.

Lange Fahrtzeiten und wenig Sightseeing

Kaffeefahrten beginnen meist sehr früh am Morgen - allerdings nicht, um den Teilnehmern noch mehr erlebnisreiche Stunden zu bescheren. Die Zeit wird benötigt, um möglichst viele Teilnehmer an weit auseinander liegenden Abfahrtspunkten abzuholen. Hin- und Rückfahrt nehmen die meiste Zeit des Ausflugstags in Anspruch, obwohl die eigentliche Fahrtzeit erheblich kürzer sein könnte. Das Wichtigste für die Veranstalter sind die Mittags- oder Kaffeepausen in einem abgelegenen Gasthof, die für Verkaufsveranstaltungen genutzt werden. Die Teilnehmer müssen diese Prozedur wohl oder übel mitmachen, denn die Versorgung ist an diesen Punkt gebunden. Letztendlich kaufen dann doch etliche Mitfahrer überteuerte Waren, um sich gegenüber den Veranstaltern erkenntlich zu zeigen.

Was sagt der Verbraucherschutz?

Solange die angekündigten Leistungen realisiert werden, besteht kein Beschwerderecht, selbst wenn sich das Mittagessen als kleine Suppe entpuppt, der Kuchen zum Kaffee schon etwas älter ist, oder sich versprochene Gewinne als kleine give-aways herausstellen. Der häufigste Mangel - die Nichteinhaltung des Zeitplans - berechtigt lediglich zu einem Nachlass auf den Fahrtpreis. Dieser ist in der Regel aber so gering, kein nennenswerter Ausgleich entsteht.

Das Wichtigste ist: Gekaufte Waren können ohne Angaben von Gründen innerhalb der gesetzlichen Widerruffrist von 14 Tagen zurückgegeben werden. Es lohnt sich also, auch Käufe online mit Termin zu registrieren, den Widerruf zu speichern, und bei einem Rechtsstreit den Vorgang lückenlos nachweisen zu können.

 

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