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Daniela Kunath ist freie Journalistin.
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Patientenverfügung – entscheiden Sie, was mit Ihnen passiert

Patientenverfügung – entscheiden Sie, was mit Ihnen passiert

In dem Fall, dass Sie Ihren Willen nicht mehr rechtswirksam erklären können, kann ein von Ihnen bestimmter Angehöriger mit Hilfe einer Patientenverfügung in Ihrem Namen handeln. In den meisten Fällen geht es bei einer Patientenverfügung um medizinische Maßnahmen, insbesondere die Entscheidung für oder gegen die künstliche Lebensverlängerung.

Wenn keine Patientenverfügung vorhanden ist

Haben Sie keine Patientenverfügung und können Ihren Willen nicht mehr eigenständig kommunizieren, ist es Aufgabe Ihrer nächsten Verwandten, die Entscheidung zu treffen. In erster Linie sind das der Ehepartner (nicht verheiratete Paare haben kaum eine Chance, essentielle Entscheidungen über das Leben des anderen zu treffen) und die Kinder bzw. die Eltern des Patienten. Sind sich alle einig, weil sie wissen, was der Patient möchte, ist alles gut. Oftmals aber kommt es auf Grund einer fehlenden oder nicht auffindbaren Patientenverfügung zu Streitigkeiten innerhalb der Familie.

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Wie muss eine Verfügung aussehen?

Eine Patientenverfügung muss immer schriftlich verfasst und per Hand vom Patienten unterschrieben werden. Ist eine Unterschrift nicht (mehr) möglich, muss die Verfügung notariell beglaubigt werden. Auch kann eine Patientenverfügung nur für einen nicht unmittelbaren bevorstehenden Fall ausgestellt werden. Zudem muss der Verfasser volljährig und in der Lage sein, seine Einwilligung zu erteilen. Wichtig für Sie als Patient: Sie können die Verfügung jederzeit formlos wiederrufen. Das ist sogar mündlich möglich, sofern deutlich erkennbar ist, dass der Patientenwunsch nun ein anderer ist.

Ihre Entscheidung zählt

Besitzen Sie eine Patientenverfügung, so sind Ihre Betreuer oder Bevollmächtigten im Ernstfall zwingend daran gebunden. Aus dem Grund sollten Sie Ihre Verfügung an einem Ort aufbewahren, den Ihre Vertrauten kennen und von dem sie wissen, dass sie dort Ihre Unterlagen finden werden. Auch ist es möglich, eine Patientenverfügung bei einem Rechtsanwalt oder Notar hinterlegen zu lassen. So ist sichergestellt, dass auch im akuten Notfall Ihr Wille durchgesetzt werden kann.

Wenn Sie keine Patientenverfügung hinterlegt haben oder diese nicht auffindbar ist, muss dennoch in Ihrem Sinne gehandelt werden. § 1901 Abs. 2 Satz 1 BGB beschreibt, dass der Betreuer Ihren mutmaßlichen Willen festzustellen hat und auf dieser Grundlage Entscheidungen treffen muss. Vorangegangene Gespräche oder auch (religiöse) Einstellungen sind die Basis des mutmaßlichen Willens. Kommt der Betreuer zu keinem Ergebnis, dürfen Mediziner davon ausgehen, dass der Patient den vorgeschlagenen Maßnahmen zustimmen würde.

Eine Patientenverfügung ist eine gute Möglichkeit, Ihren Willen auch in den Momenten, in denen Sie sich nicht äußern können, durchsetzen zu können. Legen auch Sie jetzt schon fest, wer Ihre Angelegenheiten regeln soll und welche Maßnahmen Sie befürworten oder ablehnen. Wahren Sie Ihr Selbstbestimmungsrecht.
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