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Daniela Kunath ist freie Journalistin.
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Organspendeausweis – mehr als nur ein OK zur Organentnahme

Organspendeausweis – mehr als nur ein OK zur Organentnahme

Organspende kann Leben retten.

Doch diverse negative Berichterstattungen in den Medien der letzten Wochen lassen die lebensrettende Maßnahme immer wieder im schlechten Licht erscheinen. Mediziner, die ihr eigenes Konto mit dem Leben ihrer Patienten füllen, Reiche bevorzugen und verantwortungslos das Spiel der Ärmeren aufs Spiel setzen – natürlich schüren solche Zeitungsartikel Angst und Sorge.

Auf der anderen Seite haben Krankenkassen in den letzten Monaten viel dafür getan, über das Thema Organspende aufzuklären. Sie haben intensiv über die Möglichkeiten, die Bedingungen und die Modalitäten einer solchen Spende informiert – dazu sind sie seit fast einem Jahr verpflichtet.

Warum kam der Organspendeausweis?

Grund dafür ist die Einführung des Organspendeausweises. Jährlich benötigen mehr als 14.000 Menschen ein Spendeorgan. Zur Verfügung stehen gerade einmal 4.000 Organe. Und das, obwohl laut der BZgA generell eine hohe Akzeptamt für Organspenden besteht. Die Einführung eines Spendeausweises soll die Anzahl der verfügbaren Organe und damit die lebensrettenden Operationen erhöhen. Hatten auch Sie schon einen Organspendeausweis im Briefkasten?

HerzschlagSoll ich oder soll ich nicht?

Ich hatte es. Ich brauchte ihn jedoch nicht, da ich schon vor einigen Jahren den meinen bestellt und ausgefüllt habe. Lange habe ich mich damals mit dem Thema auseinandergesetzt: Soll ich spenden? Bin ich dann wirklich tot, wenn mir die Organe entnommen werden? Schalten die Mediziner meine Geräte schneller ab oder beraten sie meine Angehörigen schlechter, nur weil ich einen Spendeausweis habe und sie meine Organe wollen? Negative Gedanken hatte ich viele. Doch dann hatte ich den schlimmsten Gedanken meines Lebens: Was ist, wenn mein Kind krank wird und dringend auf ein Spendeorgan angewiesen wäre? Wenn weder ich noch sonstige Familienmitglieder als Spender in Frage kämen – ich würde hoffen, dass wir ein fremdes Spendeorgan bekämen.

Das war meine Lösung: Wenn ich ein Fremdorgan annehmen würde, „muss“ ich auch bereit sein, selber zu spenden. Gedacht, getan – der Ausweis wurde ausgefüllt und in meinem Notfallordner abgeheftet.

Mit Ihrem Spendeausweis nehmen Sie Ihren Angehörigen eine schwere Entscheidung ab

Und wissen Sie, was ein weiterer Vorteil ist, wenn Sie sich selber mit dem Thema auseinandergesetzt und eine Entscheidung getroffen haben? Wenn Ihnen tatsächlich einmal etwas passieren sollte – schlimm genug – dann müssen sich Ihre Angehörigen nicht noch überlegen, ob Sie bereit gewesen wären, Ihre Organe zu spenden. Sie können ganz in Ihrem Interesse handeln!

Ob Sie bereit sind, nach Ihrem Tod Ihre Organe zu spenden oder nicht, können und sollen nur Sie entscheiden. Für alle Beteiligten, insbesondere aber Ihre Angehörigen, ist es einfacher, wenn Sie sich zu Lebzeiten schon Gedanken über das Thema gemacht haben und diese in einem Organspendeausweis festhalten. Selbst, wenn Sie sich gegen eine Spende entscheiden.

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